Die Hölle

Die Hölle

Thriller | 2017

Özge (Violetta Schurawlow) chauffiert mit ihrem Taxi Besoffene und andere Verhaltenskreative durch die Nacht. In ihrem Bauch hat sie mindestens so viel Wut wie Travis Bickle, der “Taxi Driver” aus dem gleichnamigen Scorsese-Film. “He du Arsch, das is ka Parkplatz!” schreit sie einem Halbstarken entgegen, dessen Auto eine Straße versperrt; kurz bevor ihr Knie auf sein Gesicht trifft.

Eine harte Nacht, die noch härter wird, als Özge zufällig Zeugin eines Mordes im Nachbarhaus wird: Das Opfer, eine Prostituierte, wurde regelrecht hingerichtet. Und der Mörder hat Özge gesehen. Personenschutz erhält die junge Frau allerdings keinen: Der ermittelnde Kommissar Christian Steiner (Tobias Moretti) behandelt diesen Fall wie alle anderen mit einer Mischung aus urösterreichischer Wurstigkeit und einer fetten Prise Chauvinismus. “Ist das Türkenboxen eigentlich lustig?” fragt er Özge und zeigt auf ein Poster der Thai-Box-Schule, in der sie sich abreagiert und die von ihrem Ex Ilhan (Murathan Muslu) betrieben wird. Ihm vertraut Özge immer noch. Genau wie ihrer Cousine Ranya (Verena Altenberger), die ihren deutlich älteren Ehemann Samir (Robert Palfrader) an der Nase rumführt und auch sonst gern feiert, bis die Wände wackeln.

Helfen kann ihr allerdings niemand, schon gar nicht wenn eines Nachts der Mörder bei ihr im Taxi sitzt, ein blitzendes Messer zückt und Özge nach langem Kampf und spektakulärer Verfolgungsjagd gerade noch einmal mit dem Leben davon kommt. Je tiefer sich das Grauen in ihr Leben hinein gräbt, desto schneller zerrt es Özges eigene, ganz private Hölle ans Tageslicht. Mögliche Rettung ist ausgerechnet eine unwahrscheinliche Allianz mit Kommissar Steiner, der mit seinem demenzkranken Vater (Friedrich von Thun) in einer aus der Zeit gefallenen Altbau-Wohnung lebt: Er ist eine einsame Seele, genau wie Özge. Sie müssen zueinander finden und miteinander kämpfen gegen den grausamen Psychopathen, dessen Schlinge sich immer enger um ihren Hals zieht. Nur so haben sie eine Chance, dieser Hölle doch noch zu entkommen.

Regie: Stefan Ruzowitzky
Drehbuch: Martin Ambrosch
Kamera: Benedict Neuenfels
Ton: Hjalti Bager-Jonathansson
Schnitt: Britta Nahler
Musik: Marius Ruhland
Ausstattung: Isidor „Isi“ Wimmer
Kostüm: Sammy Zayed
Maske: Jens Bartram
Nannie Gebhardt-Seele
Casting: Nicole Schmied
Produzenten: Helmut Grasser
Thomas Peter Friedl
Produktion: Allegro Film
The Amazing Film Company
In Koproduktion mit: ZDF - Zweites Deutsches Fernsehen
ORF (Film/Fernseh-Abkommen)
Darsteller: Violetta Schurawlow
Tobias Moretti
Sammy Sheik
Friedrich von Thun
Robert Palfrader
Stefan Pohl
Verena Altenberger
Technische Daten: 90 min.|Farbe|Multilingual|HD|Red Epic, 1:2,35 (Cinemascope)|Dolby Digital
Förderer: Österreichischen Filminstitut
Filmfonds Wien
Filmstandort Österreich
Deutscher Filmförderfonds
FilmFernsehFonds Bayern
Verleih Österreich: Luna Filmverleih
www.lunafilm.at/index.html
Weltvertrieb: Beta Cinema GmbH
Website: die-hoelle.at/
Petro Domenigg

 

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